Mein Weblog [Aktuell Israel]

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Donnerstag, 09. November 2006, 13:10 Uhr

Israelischer Scheinangriff auf Franzosen endet beinahe mit Blutbad

Es ging nur um zwei Sekunden: Französische Soldaten haben bei einem Zwischenfall Ende Oktober im Libanon fast das Feuer auf israelische Kampfflugzeuge eröffnet. Diese flogen Frankreich zufolge Scheinangriffe auf einen Uno-Posten.

Paris - Die Soldaten seien "nur zwei Sekunden" davor gewesen, "auf die Flugzeuge zu feuern, die direkt unsere Truppen bedroht haben", sagte Verteidigungsministerin Michèle Alliot-Marie in der Nacht in der Nationalversammlung. Ihr zufolge befanden sich israelische F-15-Maschinen "im Sturzflug" auf eine französische Stellung, bevor sie plötzlich wieder hochzogen. Dies sei üblicherweise eine "Angriffshaltung, um Bomben abzuwerfen oder Schüsse mit der Bordkanone abzugeben". Das "unverantwortliche" Verhalten der israelischen Piloten könne nicht toleriert werden. Frankreich verlange von Israel, die Einheiten der internationalen Libanon-Schutztruppe Unifil zu respektieren.
Dem französischen Verteidigungsministerium zufolge ereignete sich der Vorfall am 31. Oktober. "Eine Katastrophe wurde gerade noch durch unsere Soldaten verhindert", sagte Alliot-Marie bei der Beratung des Verteidigungsbudgets in der Abgeordnetenkammer des französischen Parlaments. Wegen der anfliegenden Jets hätten sie bereits die Abdeckungen ihrer Raketenstellung entfernt und sich auf Abwehrfeuer vorbereitet.

Die französischen Unifil-Soldaten hätten sich in einer Situation befunden, "in der sie Notwehr-Schüsse abgeben müssen". Alliot-Marie verwies auf mehrere andere Zwischenfälle mit israelischen Jets, die "sehr schwerwiegend hätten sein können". Sie nannte dabei Anflüge auf französische und deutsche Schiffe vor der Küste Libanons.

Im Oktober hatten Kampfflugzeuge über einem deutschen Marineschiff vor der libanesischen Küste ungezielte Schüsse und Infrarot-Abwehrkörper abgefeuert, außerdem bedrängten sie zwei deutsche Hubschrauber. Über Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut hat die israelische Luftwaffe wiederholt Scheinangriffe geflogen. Die Uno-Friedenstruppe und die libanesische Regierung werfen Israel vor, mit solchen Flügen die Uno-Resolution zum Waffenstillstand zu verletzen.

Auch Außenminister Philippe Douste-Blazy erwähnte den Vorfall vom 31. Oktober gestern Abend im französischen Senat. "Es ist ein Wunder, dass nichts Schlimmes passiert ist", sagte er. "Die israelischen Überflüge im Süden des Libanon erzeugen große Sorge." Douste-Blazy betonte, die israelische Regierung müsse "eine Verwarnung" erhalten, damit sich das nicht wiederhole. Diplomaten in Paris zufolge war zunächst nicht klar, wie eine solche Verwarnung konkret aussehen könnte.

Frankreich bestellte den israelischen Botschafter ein. Außen- und Verteidigungsministerium teilten mit, der Diplomat Daniel Shek werde heute ins Außenamt gebeten.

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Donnerstag, 28. September 2006, 16:36 Uhr

Merkel wehrt sich gegen Hisbollah-Kritik

Berlin - Kanzlerin Angela Merkel hat sich gegen den Vorwurf der Hisbollah zur Wehr gesetzt, sie ergreife im Nahost-Konflikt einseitig Partei zu Gunsten Israels. Ziel ihrer Außenpolitik sei, «dass der Libanon in Frieden und Freiheit lebt und dass Israel in Frieden und Freiheit lebt». Das sagte Merkel im Anschluss an ihr Treffen mit dem libanesischen Ministerpräsidenten Fuad Siniora in Berlin. Siniora verlangte von Israel eine radikale Änderung seiner Libanon-Politik und eine Absage an jede Gewaltanwendung.

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Donnerstag, 21. September 2006, 13:03 Uhr

Wilhelmshaven - Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) hat am Donnerstag im niedersächsischen Wilhelmshaven 1000 Soldaten in den Libanon-Einsatz verabschiedet. Zu dem feierlichen Appell waren auch Angehörige der Marinesoldaten gekommen.

Gegen Mittag sollten die Fregatte «Mecklenburg-Vorpommern» als Führungsschiff, die Fregatte «Karlsruhe», der Einsatzgruppenversorger «Frankfurt am Main», der Tender «Elbe» sowie vier Schnellboote auslaufen.

Hauptaufgabe des maritimen Einsatzverbandes der UN-Friedenstruppe UNIFIL ist es, das Seegebiet vor der libanesischen Küste zu überwachen sowie Waffenschmuggel in den Libanon zu unterbinden.

Jung betonte vor den Soldaten erneut: «Dies ist kein Einsatz ohne Risiko.» Er wies aber zurück, dass er die Männer und Frauen auf einen Kriegsschauplatz schicke. Es gehe um Friedenssicherung. Das sei auch im deutschen Interesse. Der deutsche Kommandeur des internationalen Marine-Verbandes, Flottillenadmiral Andreas Krause, sagte, mit diesem UN-Einsatz betrete die Marine Neuland. Er sei aber sicher, «dass uns in diesem Einsatz nichts begegnen wird, mit dem wir nicht fertig werden können». Der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Wolfgang Nolting, sprach von einer «wahrhaft historischen Mission».

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Mittwoch, 20. September 2006, 14:32 Uhr

Der Weg für den ersten bewaffneten Nahost-Einsatz in der Geschichte der Bundeswehr ist frei. Eine klare Mehrheit von Koalition und Teilen der Opposition stimmte am Mittwoch im Bundestag der Entsendung von bis zu 2400 Soldaten für die Libanon-Mission zu.

Die ersten der acht deutschen Marineschiffe sollen bereits an diesem Donnerstag auslaufen und in etwa zehn Tagen die libanesische Küste erreichen. Ihre Hauptaufgabe ist, den Waffenschmuggel für die radikal-islamische Hisbollah-Miliz unterbinden und verdächtige Schiffe zu kontrollieren.

In namentlicher Abstimmung votierten 442 der 599 Abgeordneten im Bundestag für den Einsatz, der zunächst bis August 2007 begrenzt ist. 152 Parlamentarier stimmten mit Nein, 5 enthielten sich.

Bis auf die Linkspartei, die geschlossen ablehnte, gab es in allen anderen Fraktionen Abweichler. Bei der SPD votierten 32 Abgeordnete mit Nein, bei der Union 12. Bei den Grünen gab es sechs Nein-Stimmen. Bei der FDP stimmten 51 gegen und acht Abgeordnete für den Einsatz.

Nach Überzeugung von Linksfraktionschef Oskar Lafontaine wird die Koalition ihre Entscheidung noch bereuen. Er bekräftigte ausdrücklich seine Position, dass das Nahost-Engagement die Terrorgefahr für Deutschland erhöhe. Jürgen Trittin (Grüne) warf Lafontaine vor, er stehle sich aus der Verantwortung. Die meisten anderen linken Parteien in EU-Ländern befürworteten ausdrücklich die Libanon-Mission.

Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) erwartet einen Einsatz der Marine über August 2007 hinaus. Dass dafür mehr Zeit nötig sei, müsse einkalkuliert werden, sagte er in der ARD. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) warb für eine Wiederbelebung des Nahost-Quartetts (UN, EU, Russland, USA). Er habe den Eindruck gewonnen, dass es dafür zunehmend Bereitschaft gebe, sagte er am Rande der UN-Vollversammlung in New York.

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Freitag, 15. September 2006, 13:42 Uhr

Der Bundeswehreinsatz vor der Küste des Libanon wird kein Ausflug zur Sonnenseite des Mittelmeers. Marschflugkörper, Kampfdrohnen und Kamikaze-Boote bedrohen die Deutsche Marine. Wie gefährlich die Waffen der Hisbollah sind, mussten schon die Israelis leidvoll erfahren.
Und gut möglich ist auch, dass sich Schmuggler mit automatischen Waffen unter den Fischern durch die Dünung bewegen. Auch gegen Rennboote mit Kamikaze-Auftrag müssen sich die Deutschen wappnen - ähnliches hat die israelische Marine schon erlebt.

Auch Druckminen und akustische Minen könnten drohen oder gar ein Schlauchboot-Angriff der al-Qaida, deren Vize Aiman al-Sawahiri gerade verkündet hat, nun auch den Libanon ins terroristische Visier nehmen zu wollen.
Leidvolle Erfahrungen mit dem langen Arm Irans und womöglich dessen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad machte die israelische Marine am 14. Juli, als kurz nach Beginn des jüngsten Libanon-Konflikts ein Marschflugkörper der Hisbollah gegen die Korvette "Hanit" anflog. Zusammen mit den Schwesterschiffen "Eilat" und "Lahav" zählte die "Hanit" zu den größten Überwassereinheiten der israelischen Marine. Das hochmoderne Kriegsschiff hatte 1994 den Dienst aufgenommen und war mit Hightech vom Feinsten ausgestattet - mit Spürgeräten, die Raketenbeschuss signalisieren und abwenden sollten, Sensoren aller Art, Schnellfeuerkanonen, elektronischen Abwehrhilfen sowie raffinierten Täuschkörpern.
Trotz dieses sichtbaren und unsichtbaren Vorhangs wurde die Korvette getroffen. Das Schiff brannte mehrere Stunden lang und war zeitweise manövrierunfähig. Vier Matrosen verloren das Leben.
Ausgerechnet die Israelis, international als Meister der elektronischen Kriegführung anerkannt, hatten nicht mit dem Angriff durch einen solchen Marschflugkörper gerechnet. Zunächst nahmen sie an, von einer Kampfdrohne der Hisbollah attackiert worden zu sein - ferngesteuerte Flugkörper, über die voriges Jahr sogar Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah im Hisbollah-Fernsehen referierte.

Tatsächlich aber war die "Hanit" von einem Marschflugkörper des chinesisch-iranischen Typs C-802 getroffen worden. Unter dem Namen "Noor" (deutsch: "Licht") bildet die modernste Version der C-802 das Rückgrat der iranischen Revolutionswächter-Marine, die einen ganzen Schirm solcher Geschosse am Persischen Golf bereithält.

Die C-802 besitzt eine Reichweite von 120 Kilometern und ist speziell auf die Bedürfnisse der iranischen Guerilla-Marine zugeschnitten, die mit ihr das Tanker-Nadelöhr der berühmten Straße von Hormus bestreichen kann. Sie ist aus der chinesischen Import-Rakete C-801 entwickelt worden, besitzt aber anders als diese ein kleines Strahltriebwerk statt eines Raketenmotors.

Und vielfältig verwendbar sind die Meeres-Marschflugkörper auch. Sie können von Lastwagen aus starten, von Flugzeugen und von Schiffen. Und sie können "über den Horizont" hinweg abgefeuert werden, ehe sie von einem bestimmten Punkt an selbsttätig das Ziel erfassen, wie der englische Rüstungsanalytiker Michael Knigths herausgefunden hat.
"Wir wussten gar nicht, dass Hisbollah eine solche Waffe hat," musste nach dem "Hanit"-Debakel der Stabschef der israelischen Marine, Konteradmiral Noam Faig, einräumen, der während des Libanon-Konflikts die Seeoperationen leitete.

Vor diesem Hintergrund wirkt eine Analyse umso erstaunlicher, die das amerikanische Fachmagazin "Aviation Week" vor kurzem ausgebreitet hat. Danach hat die Hisbollah nicht nur einen, sondern zwei Marschflugkörper auf die israelische Korvette abgefeuert. Doch nur eine der C-802 erreichte das Ziel. Die andere flog an ihm vorbei und traf einen Frachter aus Ägypten, der daraufhin sank. Die Crew konnte zum Glück gerettet werden.
Merkwürdig nur: Die "Hanit" wies gleichwohl zwei Einschlagslöcher knapp oberhalb der Wasserlinie auf, eines davon mittschiffs und eines hinten am Helikopterdeck. Offenbar, so meinen laut "Aviation Week" Experten, sei zunächst nur eine C-802 gestartet worden, um die Israelis mit einer Eigenschaft des Marschflugkörpers zu verwirren: Er steigt zunächst - wie die amerikanischen Cruise Missiles - steil auf, um dann den Tiefflug nur wenige Meter über dem Meer einzuleiten.
Als der Flugkörper bei seinem Aufstieg vom Radar der "Hanit" erfasst wurde und die Israelis sich auf den Marschflugkörper konzentrierten, hätten die Hisbollah-Kanoniere zwei Kurzstreckenraketen abgefeuert und mit ihnen die Korvette überrumpelt.

Ob bei dem Angriff auf die "Hanit" iranische Revolutionswächter die Hand am Drücker hatten, ist nicht bekannt. Die israelischen Streitkräfte gehen davon aus, dass an die 100 iranische Berater im Libanon gewesen seien. Andere Experten aber schließen auch nicht aus, dass die Marschflugkörper durch Zwischenhändler auf dem Basar des Waffenmarkts an die Hisbollah geliefert wurden.

Doch kaum ist eine Gefahr für die Schiffe der Uno-Mission im östlichen Mittelmeer erkannt, dräut schon die nächste. "Aviation Week" berichtet nämlich auch von einem Luftkampf, der sich mit einer Kampfdrohne ereignete - und der von einem israelischen F-16-Jäger per Rakete entschieden wurde.

Die propellergetriebene Drohne gehörte zum iranischen Typ "Ababil" (deutsch: "Schwalbe"), trug aber die Insignien der Hisbollah am Leitwerk. Zwei der Schwalben, die knapp 300 Stundenkilometer schnell sind und auch in den Tiefflug-Modus übergehen können, waren noch am letzten Tag des Libanon-Konflikts gestartet worden, wurden aber ihrerseits von Kampfjets abgeschossen. Eine Drohne, die im Norden Israels aufschlug, war mit einem 30 Kilo schweren Sprengkopf ausgestattet.

Auch die Hisbollah-Kampfdrohnen sind vielfältig einsetzbar. Sie können zum Start von der Rampe eines Lastwagens pneumatisch in die Luft geschleudert werden. Und sie können - Deutsche Marine aufgepasst - auch von einem Schiff aus starten, dann aber mit einem kleinen Raketenantrieb als Starthilfe.

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Mittwoch, 13. September 2006, 17:08 Uhr

Berlin - Die Bundesregierung hat erstmals in der Nachkriegsgeschichte den Einsatz deutscher Soldaten in unmittelbarer Nähe zu Israel beschlossen. Das Bundeskabinett hat entschieden, eine Marineeinheit mit maximal 2 400 Soldaten vor die libanesische Küste zu entsenden. Der Bundestag muss die Mission kommende Woche noch billigen. Deutsche Verbände wären dann in rund drei Wochen in Nahost. Kanzlerin Angela Merkel sprach von einem Einsatz von «historischer Dimension». Er soll zunächst bis zum 31. August 2007 befristet sein.

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Mittwoch, 13. September 2006, 11:10 Uhr

Bis zu 2400 deutsche Soldaten in den Libanon

Berlin - Die Bundeswehr soll sich mit 2400 Marine-Soldaten an der UN-Friedenstruppe im Libanon beteiligen. Das Mandat soll laut SPD-Fraktionschef Struck entsprechend des UN-Mandats zunächst bis August 2007 laufen. Kanzlerin Merkel hatte sich zuvor mit den Fraktionsvorsitzenden getroffen. FDP und Linkspartei lehnen den Einsatz weiter ab Zur Stunde berät das Bundeskabinett über den Einsatz. Kommenden Dienstag soll sich dann der Bundestag in erster Lesung mit der Mission befassen.

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Montag, 11. September 2006, 10:38 Uhr

Hamburg - Der SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Struck geht davon aus, dass der Bundeswehr-Einsatz im Libanon länger als ein Jahr dauern wird. «Jedem muss klar sein: Wir schicken die Soldaten in einen heiklen Einsatz, der lange dauern kann. In einem Jahr ist das wahrscheinlich nicht getan», sagte Struck der «Bild».

Er erwarte, dass es in beiden großen Bundestagsfraktionen - von wenigen Gegenstimmen abgesehen - eine überwältigende Mehrheit für den Nahost-Einsatz geben werde. Struck betonte, es sei «richtig und notwendig, die Bundeswehr mit der größtmöglichen Rückendeckung des Parlaments auszustatten».

Wegen der Hängepartie um die Einsatzregeln werden deutsche Marine-Einheiten frühestens Anfang Oktober vor der Küste des Libanons zur Abwehr von Waffenschmuggel patrouillieren. Der Zeitpunkt für einen entsprechenden deutschen Beschluss blieb auch am Wochenende unklar. Eine Kabinettsentscheidung wird nach dpa-Informationen voraussichtlich nicht vor Mittwoch fallen, der Bundestag wird sich dann möglicherweise erst in seiner nächsten regulären Sitzungswoche (18.-22. September) damit befassen. Union und SPD pochten auf ein robustes Mandat für den geplanten Nahost-Einsatz und kritisierten Beschränkungen durch die libanesische Regierung.

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Freitag, 08. September 2006, 14:17 Uhr

Kopenhagen - Das dänische Parlament hat mit breiter Mehrheit grünes Licht für die Entsendung von drei Marineschiffen zur Überwachung der libanesischen Küste gegeben. An Bord der Schiffe würden 150 Mann Besatzung sein. Vor der endgültigen Entscheidung warte man nun auf einen Bescheid der Bundesregierung in Berlin, sagte Außenminister Per Stig Møller. Deutschland hat die Federführung für diese Aktion übernommen, an der sich auch die schwedische und die norwegische Marine beteiligen wollen.

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Freitag, 08. September 2006, 13:08 Uhr

Israel dementiert Aufhebung der Seeblockade

Tel Aviv - Israel hat Medienberichte über eine Aufhebung der Seeblockade gegen den Libanon dementiert. Das hatten israelische Medien zuvor unter Berufung auf den italienischen Außenminister Massimo D'Alema berichtet. Er hatte in Tel Aviv seine Kollegin Zipi Liwni getroffen. Ein Berater von Ministerpräsident Ehud Olmert betonte, die Meldungen seien «verfrüht». Israel warte noch darauf, dass auch die übrigen Marineverbände der internationalen Truppe außer Italien bereit seien.

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Donnerstag, 07. September 2006, 11:38 Uhr

Istanbul - Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat die Entscheidung der Türkei begrüßt, an der geplanten UN-Friedensmission im Libanon teilzunehmen. Das sei ein Beitrag zur Stabilisierung des fragilen Waffenstillstandes, sagte er nach einem Treffen mit seinem Amtskollegen Abdullah Gül in Istanbul. Steinmeier reist am Nachmittag weiter nach Beirut. Er wird begleitet von vier deutschen Beamten, die am Flughafen von Beirut Kontrollen organisieren sollen. Heute Nachmittag will Israel die Blockade des Libanons beenden.

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Donnerstag, 07. September 2006, 11:37 Uhr

Steinmeier am Nachmittag in Beirut erwartet

Beirut - Zur Aufhebung der israelischen Luft- und Seeblockade gegen den Libanon wird Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier am Nachmittag in Beirut erwartet. Geplant sind unter anderem Gespräche mit Ministerpräsident Fuad Siniora. Steinmeier wird von vier Beamten begleitet, die am Beiruter Flughafen zur Kontrolle eingesetzt werden sollen. Der Libanon hatte gestern Abend bei der UN offiziell um deutsche Marineunterstützung gebeten. Damit ist der Weg für einen Einsatz deutscher Soldaten frei.

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Donnerstag, 07. September 2006, 11:36 Uhr

Libanon fordert deutsche Marine an

Beirut/Jerusalem/Berlin - Die libanesische Regierung hat die Vereinten Nationen offiziell um die Entsendung von Marineeinheiten gebeten. Die Anfrage aus Beirut wurde am Mittwochabend an die UN in New York übermittelt; sie macht den Weg frei für einen Einsatz deutscher Soldaten vor der libanesischen Küste.

Kurz zuvor hatte Israel die Aufhebung der Libanon-Blockade angekündigt. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) gab anschließend überraschend bekannt, dass er am Donnerstag nach Beirut reisen werde.
Die deutschen Marineeinheiten, für deren Entsendung noch ein Bundestagsmandat nötig ist, sollen die Küstengewässer kontrollieren, hieß es am Abend aus dem Umfeld des libanesischen Ministerpräsidenten Fuad Siniora. Schon ab Donnerstag sollen nach einem Beschluss der Bundesregierung Experten des deutschen Zolls und der Bundespolizei helfen, die Gepäck- und Personenkontrollen auf dem Beiruter Flughafen zu verbessern.

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Montag, 04. September 2006, 14:47 Uhr

"Hisbollah wird die Waffen nicht strecken"

Die Gotteskrieger der Hisbollah werden sich nicht entwaffnen lassen - und im Libanon glaubt auch keiner daran, sagt Michael Young, 44, von der Beiruter Tageszeitung "Daily Star" im Interview mit SPIEGEL ONLINE - er erwartet, dass ihr Anführer Nasrallah Karriere in Iran machen will.

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Freitag, 01. September 2006, 10:23 Uhr

Israel fordert Lebenszeichen der nach Libanon verschleppten Soldaten

Tel Aviv - Israel verlangt vor Gesprächen über einen möglichen Gefangenenaustausch mit dem Libanon ein Lebenszeichen der beiden von der Hisbollah verschleppten Soldaten. Bedingung für Verhandlungen sei zudem, dass die beiden Israelis zuvor an die libanesische Regierung übergeben werden, zitierte die israelische Tageszeitung «Jediot Achronot» Regierungsvertreter in Jerusalem. Die israelische Armee ist inzwischen aus der Hälfte des im Krieg besetzten Gebietes im Libanon abgezogen.

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Donnerstag, 31. August 2006, 15:42 Uhr

Fregatten "Mecklenburg-Vorpommern" und "Karlsruhe" machen sich bereit

Die Marine-Fregatten "Mecklenburg-Vorpommern" und "Karlsruhe" bereiten sich nach Informationen von SPIEGEL ONLINE auf einen Einsatz vor der libanesischen Küste vor. Die "Mecklenburg-Vorpommern", eigentlich ein Schiff zur Bekämpfung von U-Booten, könnte den Verband anführen.
Rostock - Noch ist unklar, wie viele Bundeswehr-Soldaten in den Libanon geschickt werden - doch die Marine ist bereits startklar. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE ist der Beschluss gefallen, welche Verbände möglicherweise ins Mittelmeer entsandt werden: Die Fregatten "Mecklenburg-Vorpommern" und "Karlsruhe" machen sich bereit für den Einsatz vor der libanesischen Küste. Der Grundsatzbeschluss über den Einsatz deutscher Soldaten muss allerdings noch von Kabinett und Bundestag getroffen werden.

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Donnerstag, 31. August 2006, 12:49 Uhr

Entwicklungsministerin Wieczorek-Zeul hat die Kritik des Zentralrats der Juden in Deutschland zurückgewiesen, sie unterstütze eine antisemitische Stimmung. Sie bekräftigte dagegen ihre Forderung nach einem Verbot von Streubomben, die Israel im Libanon nach Uno-Angaben massiv eingesetzt hat.
Berlin - Der Zentralrat hatte Heidemarie Wieczorek-Zeul vorgeworfen, reflexhaft und einseitig zum Nachteil Israels zu reagieren und damit antisemitische Stimmung zu unterstützen. Wieczorek-Zeul erneuerte jetzt ihre Kritik an einem möglichen Einsatz von Streubomben der israelischen Armee im Libanon: "Ich habe, wie auch alle Hilfsorganisationen und die Uno, darauf aufmerksam gemacht, dass es im Süden Libanons Streubomben gibt mit hoher Blindgängerquote." Diese Bomben gefährdeten den Wiederaufbau, Zivilisten, Kinder. Die Waffen müssten verboten werden.

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Freitag, 25. August 2006, 11:17 Uhr

Katerstimmung statt Siegesrausch

Israel befindet sich nach dem Krieg in einer tiefen Krise: Ohne Glauben an seine Regierung und mit wenig Hoffnung für die Zukunft. Das Land ist gefangen zwischen Aufruhr im Innern und der gestiegenen Kampfmoral seiner fundamentalistischen Feinde.
Zu Beginn des Libanon-Krieges, als sich die israelischen Offensive noch auf Luftangriffe beschränkte, hörte man in Israel einen neuen Popsong. Das Lied war vom israelischen Frühstücksfernsehen in Auftrag gegeben worden. Es sollte die Menschen zum Lachen bringen und ein Gefühl der Solidarität erzeugen. Die Band "Frishman und die Pioniere" stellte Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah ins Zentrum ihres Liedes und versah es mit hebräischem wie auch arabischen Slang. Der Refrain ging so:

"Yalla, ya Nasrallah,
we'll screw you, Inshallah,
and send you back to Allah,
with all your Hezbollah"

Seitdem sind fünf Wochen vergangen. Inzwischen ist eine Ernüchterung eingetreten, wie Israel sie seit dem Yom Kippur Krieg 1973 nicht mehr erlebt hat.
So wurde aus der Strategie der präzisen Luftschläge eine lange blutige Bodenoffensive. Katjuscha-Raketen schlugen fortwährend in israelischen Städten und Dörfern ein.

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Donnerstag, 24. August 2006, 09:32 Uhr

Uno-Generalsekretär Annan fordert von Israel, die Seeblockade gegen den Libanon zu beenden. Israel macht dies jedoch von einer raschen Entsendung von Uno-Truppen abhängig. Die USA wiesen syrische Warnungen vor der Stationierung ausländischer Soldaten an der syrisch-libanesischen Grenze zurück.
Die Warnung Syriens vor einer Stationierung von Uno-Truppen an seiner Grenze nehmen die USA ernst. Der Uno-Sicherheitsrat habe einstimmig eine Resolution verabschiedet, sagte die stellvertretende Sprecherin des Weißen Hauses, Dana Perino. "Ich glaube nicht, dass sie eine Gesprächspartei sind":-P , sagte sie über Syrien.

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Mittwoch, 23. August 2006, 09:05 Uhr

Syrien lehnt internationale Truppen an seiner Grenze ab

Drohende Worte aus Damaskus: Syriens Präsident Assad will eine mögliche Stationierung von Uno-Truppen an der syrisch-libanesischen Grenze nicht hinnehmen und als feindlichen Akt werten. Amnesty international warf Israel vor, während des Krieges bewusst Zivilisten bombardiert zu haben.

Damaskus/New York - Syriens Präsident Baschar al-Assad sprach sich gestern Abend mit scharfen Worten gegen die Stationierung von Uno-Soldaten an der eigenen Grenze aus. Ein solcher Einsatz sei ein "feindseliger Akt" gegenüber seinem Land, sagte Assad in einem Interview mit dem Fernsehen von Dubai, das heute ausgestrahlt werden sollte und das in Auszügen der Nachrichtenagentur AFP vorlag.

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Montag, 21. August 2006, 15:32 Uhr

Unentschlossen, schlecht vorbereitet, unprofessionell - mit harten Worten haben für den Libanon-Krieg mobilisierte Reservisten der israelischen Armee ihre Militärführung kritisiert. Die Entscheidungsträger hätten "kalte Füße" gehabt, wettern die Soldaten in einem offenen Brief.
34 Tage dauerte der Krieg der israelischen Armee gegen die libanesische Hisbollah-Miliz. Nach Ansicht vieler an dem Feldzug beteiligter Soldaten waren es 34 Kriegstage ohne Ziel, ohne Strategie. Hunderte Reservisten, die für den Kampf ihre Familien zurückließen, kritisieren nach wenigen Tagen der Waffenruhe in einem offenen Brief an Verteidigungsminister Amir Perez und Generalstabschef Dan Halutz, der heute in mehreren israelischen Zeitungen veröffentlicht wurde, mit scharfen Worten die Unentschlossenheit ihrer Kommandoebene.

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Montag, 21. August 2006, 13:54 Uhr

Rom/Beirut - Italien soll nach Vorstellung des israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert bei der internationalen Friedenstruppe UNIFIL die Führungsrolle übernehmen. Der italienische Koalitionspolitiker Piero Fassino sagte in Zeitungsinterviews, wenn die Vereinten Nationen Italien aufforderten die Führungsrolle zu übernehmen, werde sich Rom nicht verweigern können.

Die deutsche Luftwaffe beginnt heute mit ihren humanitären Hilfsflügen in den Libanon. Eine der beiden nach Amman in Jordanien verlegten Transall-Maschinen werde zwei Tonnen Zelte, die die Vereinten Nationen dort eingelagert haben, nach Beirut transportieren, teilte die Luftwaffe am Sonntag in Köln mit. Die zweite nach Amman verlegte Transall sei inzwischen nach Larnaka auf Zypern weitergeflogen. Sie werde auf Bitten der Vereinten Nationen die Luftbrücke unterstützen, die von dort aus nach Beirut eingerichtet werden soll. Es sollen gut 60 Tonnen UN-Hilfsgüter wie Medikamente, medizinische Ausrüstung und Nahrungsmittel nach Beirut befördert werden.

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Freitag, 18. August 2006, 15:49 Uhr

Bundesregierung konkretisiert deutschen Einsatz in Nahost

Berlin - Die Pläne für den deutschen Beitrag zur Friedenssicherung im Nahen Osten werden konkreter. Verteidigungsminister Franz Josef Jung kündigte die Entsendung von sechs Transportflugzeugen an. Die libanesische Regierung habe um vier Transall- und zwei Airbus-Maschinen gebeten, sagte er nach einer Sitzung des Bundestags-Verteidigungsausschusses in Berlin. Außenminister Frank-Walter Steinmeier will den deutschen Beitrag mit dem Libanon in den kommenden Tagen abstimmen.

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Freitag, 18. August 2006, 11:29 Uhr

Die israelische Armee hat zwei militante Mitglieder des Islamischen Dschihad getötet. Bei Bethlehem feuerte sie am Morgen eine Rakete auf eine Höhle, in der sich die Männer versteckt hatten.

Ramallah - Die israelische Armee habe die beiden Mitglieder des militärischen Arms des Islamischen Dschihad seit Monaten gesucht, hieß es.

Drei militante Palästinenser wurden in der Nähe von Dschenin im Westjordanland beim Hantieren mit Sprengstoff getötet. Dschenin gilt als ein Zentrum des Widerstands gegen Israel. Von dort kamen mehrere Selbstmordattentäter, die Anschläge in Israel verübten.
Wie Krankenhausärzte berichteten, gehörten die Männer den militanten al-Aksa-Brigaden an und hantierten mit dem Explosivmaterial, weil sie einen Sprengstoffgürtel herstellen wollten, wie ihn Selbstmordattentäter einsetzen.

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Donnerstag, 17. August 2006, 15:36 Uhr

Deutschland konzentriert sich bei UN-Mission auf Marine

Berlin - Deutschland wird sich bei einer Mitwirkung an der UN-Friedensmission für den Nahen Osten auf den schwerpunktmäßigen Einsatz der Marine konzentrieren. Das deutete sich am Donnerstag an, unmittelbar vor der Unterrichtung der Fraktionsvorsitzenden durch die Bundesregierung.

An dem Gespräch sollten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Außenminister Frank-Walter Steinmeier sowie Vizekanzler Franz Müntefering (beide SPD), Innenminister Wolfgang Schäuble und Verteidigungsminister Franz Josef Jung (beide CDU) teilnehmen.

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Donnerstag, 17. August 2006, 14:44 Uhr

Iran schickt nach Geheimdienst-Erkenntnissen fast alle schweren Waffen für die Hisbollah über die Türkei. Israel soll die Regierung in Ankara deshalb aufgefordert haben, dies zu stoppen.
Jerusalem - "Wir drängen die Türkei dazu, alle denkbaren Schritte zu unternehmen, um den Transfer von Waffen von Iran nach Syrien zur Wiederaufrüstung der Hisbollah zu verhindern", sagte ein hochrangiger israelischer Sicherheitsvertreter. "Die ganze Zukunft des Embargos hängt von ihnen ab."
Bei ihrem Raketenbeschuss hat die Hisbollah während des fünfwöchigen Krieges mindestens eine Rakete des Typs C-802 eingesetzt, die von Iran geliefert wurde.
Zudem hat die Hisbollah die ebenfalls aus Iran stammende Rakete Selsal-2 im Arsenal. Diese hat eine Reichweite von 210 Kilometern. Damit könnte die Miliz auch die Wirtschaftsmetropole Tel Aviv erreichen. Eine Entwaffnung lehnt die Hisbollah ab.

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Mittwoch, 16. August 2006, 15:55 Uhr

Israel droht Hisbollah mit Fortsetzung des Krieges

Ein israelischer Regierungsvertreter drohte eine Fortsetzung des Krieges im Libanon an, sollte die Hisbollah als bewaffnete Organisation fortbestehen. Die UN-Resolution stelle klar, dass die Hisbollah aus dem Grenzgebiet entfernt, ihre Waffen beschlagnahmt und die Organisation aufgelöst werde müsse, sagte ein Regierungsvertreter aus dem Büro des israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert der Zeitung «Jerusalem Post». «Wenn die Resolution nicht umgesetzt wird, müssen wir handeln, um eine Wiederbewaffnung der Hisbollah zu verhindern (....) Es muss Druck auf die Hisbollah für eine Entwaffnung geben, oder es wird eine weitere Runde geben», sagte er mit Blick auf eine mögliche Fortsetzung der israelischen Militäroffensive.
Trotz der Waffenruhe hält der Flüchtlingsstrom aus dem Libanon an. Am Mittwochmorgen sind auf der Mittelmeerinsel Zypern insgesamt 655 Menschen an Bord des zyprischen Kreuzfahrtsschiffes «Princesa Marissa» und des griechischen Marineschiffes «Chios» eingetroffen. Nach Angaben des Außenministeriums in Nikosia waren vor allem Bürger europäischer Staaten libanesischer Abstammung an Bord.

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Dienstag, 15. August 2006, 17:00 Uhr

Krieg kostet Israel 4,5 Milliarden Euro

Der Krieg im Libanon hat Israel nach Berechnungen einer israelischen Zeitung etwa 4,5 Milliarden Euro gekostet. Das entspreche zehn Prozent des Staatsbudgets. Der Bericht beruft sich auf offizielle Quellen.
Nach der Berechnung kosteten die massiven Luftangriffe, Bodenoffensiven und Operationen vom Wasser aus Israel 2,3 Milliarden Dollar. Der Schaden, den Hisbollah-Raketen in Israel angerichtet haben, betrage 1,3 Milliarden Dollar. Die Wirtschaft müsse Ausfälle in gleicher Höhe verkraften. Die Hilfslieferungen nach Nordisrael hätten etwa eine halbe Milliarde Dollar gekostet, und den Schaden für die Natur bezifferte der Bericht mit 220 Millionen Dollar.

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Dienstag, 15. August 2006, 15:43 Uhr

Amman - Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat nach einer Rede des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad seine Reise nach Syrien unmittelbar vor dem geplanten Abflug abgesagt. Die Rede Assads sei ein «negativer Beitrag, der den gegenwärtigen Herausforderungen und Chancen im Nahen Osten in keiner Weise gerecht wird».

Zuvor hatte der syrische Präsident Baschar al-Assad die arabischen Herrscher dazu aufgefordert, den Widerstand gegen Israel zu unterstützten. Damit würden die Staatsoberhäupter den Menschen in der arabischen Welt folgen, die zum Großteil jetzt schon hinter der Hisbollah und andere Widerstandsgruppen stünden, sagte Assad in Damaskus. «Denjenigen, die Syrien vorwerfen, es unterstütze die Hisbollah, sagen wir, dass dies für uns eine große Ehre ist und ein Orden an der Brust jedes Arabers».

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Dienstag, 15. August 2006, 11:23 Uhr

Israel will ab morgen die eroberten Stellungen im Libanon an die libanesischen Streitkräfte übergeben. Bereits kommende Woche soll der Prozess abgeschlossen sein. Auch heute haben sich wieder Tausende Flüchtlinge auf den Weg in ihre Heimat im Süden des Landes gemacht.

Der relativ schnelle Abzug aus dem Nachbarland spiegelt Sorgen wider, die israelischen Truppen am Boden könnten leicht zum Ziel für Angriffe der libanesischen Hisbollah-Miliz werden.
Israel hatte im Zuge des Krieges mit der Hisbollah schätzungsweise 30.000 Soldaten in den südlichen Libanon geschickt.

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Dienstag, 15. August 2006, 09:46 Uhr

Die Entscheidung scheint gefallen: Die Koalitionspitzen haben sich Zeitungsberichten zufolge auf eine deutsche Beteiligung an der Uno-Friedenstruppe in Nahost geeinigt. Pioniere und Grenzpolizisten sollen zum Einsatz kommen.

Berlin - Die Bundeswehr soll sich Zeitungsberichten zufolge an der Uno-Friedenstruppe im Libanon beteiligen. Allerdings sollten keine Kampftruppen angeboten werden, melden der "Tagesspiegel" und die "Leipziger Volkszeitung" unter Berufung auf "führende Regierungskreise". Kanzlerin Angela Merkel, Vizekanzler Franz Müntefering, Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Verteidigungsminister Franz Josef Jung hätten eine grundsätzliche Entscheidung getroffen. Die Öffentlichkeit solle nach Abschluss der Nahostreise Steinmeiers am Freitag informiert werden.

Der Großteil des deutschen Kontingents solle aus Pionieren bestehen und sich auf den Wiederaufbau konzentrieren, schreibt die "Leipziger Volkszeitung". Eingesetzt werden sollten mindestens 1000 Personen mit schwerem Gerät.

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Montag, 14. August 2006, 13:53 Uhr

Außenminister Steinmeier fliegt heute zum dritten Mal innerhalb von vier Wochen in den Nahen Osten. Morgen trifft er den syrischen Präsidenten. Die Bundesregierung will in den kommenden Tagen über eine deutsche Beteiligung an einer Friedenstruppe entscheiden.
"Wir beteiligen uns in jedem Fall"

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hat sich heute grundsätzlich offen für eine deutsche Beteiligung gezeigt. "Wir beteiligen uns ja in jedem Fall an den Bemühungen, Stabilität in die Region zu bringen - ob das nun mit Soldaten ist oder ob wir helfen bei der Grenzsicherung, das muss man im einzelnen sehen", sagte der CDU-Politiker im ZDF. Wenn die Europäer einen Beitrag leisten könnten, müssten sie ihn leisten. "Und wenn die Europäer einen Beitrag leisten, dann gehört Deutschland ja mit zu Europa", sagte Schäuble.

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Montag, 14. August 2006, 10:07 Uhr

Zusammenfassung

Seit Beginn des militärischen Konflikts mit Israel vor einem Monat feuerte die Hisbollah mehr als 4000 Raketen auf israelisches Territorium, wie der israelische Militärrundfunk am Sonntag berichtete. Seit Beginn des Konflikts sind im Libanon mindestens 1082 Menschen getötet worden, die Mehrzahl davon Zivilisten. Auf israelischer Seite starben 144 Menschen, die meisten davon Soldaten.

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Montag, 14. August 2006, 10:05 Uhr

Von einer Minute zur anderen wurde es plötzlich ganz leise im Kriegsgebiet. Um 7 Uhr deutscher Zeit ließen die Kontrahenten entsprechend der vereinbarten Uno-Resolution die Waffen schweigen. In den Stunden zuvor hatten sich Israel und die Hisbollah noch mit größter Härte bekämpft.

Beirut/Jerusalem - Die heute früh nach gut fünf Wochen heftiger Kämpfe in Kraft getretene Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah wird libanesischen Sicherheitskreisen zufolge eingehalten. Mit dem offiziellen Beginn des Waffenstillstands um 7 Uhr MESZ habe es keine Kampfhandlungen mehr im Südlibanon gegeben, heißt es. Plötzlich sei es vollkommen still im Süden des Landes gewesen. Ein oder zwei Minuten vor der Frist habe Israel noch Luftangriffe geflogen und das Gebiet beschossen. Auch die Hisbollah halte sich an die Waffenruhe.
Schwere Gefechte kosteten gestern im Südlibanon fünf israelische Soldaten das Leben. Die Hisbollah feuerte mehr als 250 Raketen auf den Norden Israels ab, so viele wie noch nie an einem Tag seit Beginn der israelischen Offensive am 12. Juli. Ein Mann wurde nach Angaben von Rettungskräften getötet, als ein Geschoss in einem Haus einschlug. 53 Menschen seien verletzt worden, zwei von ihnen schwer.

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Freitag, 11. August 2006, 14:23 Uhr

Der Libanon-Krieg erreicht eBay. Ein Israeli, dessen Dorf im Norden des Landes mehrfach von der Hisbollah beschossen wurde, will die Katjuschas zu Geld machen. Er bietet die Raketenüberbleibsel bei eBay an.
In der Regel sind das nur kleinere Metallstücke und Schrapnellsplitter, die den Verkäufern nicht mehr als ein paar Dollar einbringen. Den Vogel abgeschossen hat allerdings ein Verkäufer namens "galileeglobetrotter", der ein beinahe 70 cm langes Gehäuseteil einer Rakete anbietet. "Für die einen ist es ein interessantes Überbleibsel des Krieges, für andere nur ein Stück Metallschrott", schreibt der Anbieter auf der Angebotsseite.

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Donnerstag, 10. August 2006, 18:14 Uhr

Soldaten wollen Sperma einfrieren lassen

Sie werden eingezogen und müssen an die Front. Doch damit ihre Frauen im Falle ihres Todes Kinder bekommen kann, wollen immer mehr israelische Soldaten vor ihrem Einsatz ihr Sperma einfrieren lassen.
Doch bislang erlaubt das israelische Gesetz nur verheirateten Männern, Sperma unter dem eigenen Namen zu konservieren. Ledige beziehungsweise sehr junge Männer haben das Nachsehen. Sie können ihre Spenden allenfalls anonym abgeben und wissen nicht, welche Frauen später Kinder von ihnen bekommen. "Ihre Freundinnen haben keine Chance an das Sperma zu kommen", sagt Rosenblum.

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Mittwoch, 09. August 2006, 11:42 Uhr

Jerusalem - Das israelische Sicherheitskabinett berät über eine Ausweitung der Bodenoffensive im Süden Libanons. Israelische Medien berichten, nach einem Plan sollen insgesamt etwa 30 000 Soldaten in das umkämpfte Gebiet verlegt werden. Sie sollen dort Raketenstellungen und Waffenlager der Hisbollah zerstören. Die radikalislamische Miliz solle möglichst weit Richtung Norden abgedrängt werden. Die israelische Luftwaffe flog in der Nacht mehr als 100 Angriffe auf Hisbollah-Stellungen.

Unterdessen tauschte Israel seinen Kommandeur für die Bodenoffensive im Libanon aus - weil er zu vorsichtig war.

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Mittwoch, 09. August 2006, 10:21 Uhr

Das israelische Militär hat in der vergangenen Nacht erstmals ein palästinensisches Flüchtlingslager im Libanon angegriffen. Dabei sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Außenminister Steinmeier kritisierte bei seiner Nahostreise besonders auch die humanitäre Situation.

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Dienstag, 08. August 2006, 13:08 Uhr

Israel erhöht den Druck. Fahrzeugen, die südlich des Flusses Litani im Libanon unterwegs sind, droht die Luftwaffe mit Beschuss. Tausende Bewohner sollen aus Nord-Israel evakuiert werden. Premier Olmert begrüßte jedoch den libanesischen Vorschlag, Truppen im Grenzgebiet zu stationieren.
Der Plan der Behörden sieht die Unterbringung von 15.000 Menschen, die seit Beginn der Offensive am 12. Juli in Schutzräumen leben, in Hotels vor. Bisher wurden laut einer Erklärung der Behörden bereits 2000 ältere Menschen in Hotels in sicheren Regionen untergebracht. Von der Hisbollah abgefeuerte Raketen töteten bisher 36 israelische Zivilisten.

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Dienstag, 08. August 2006, 09:36 Uhr

Asymmetrische Kriege

Für die israelische Armee ist die Hisbollah überraschend gut ausgerüstet und trainiert, was der Abschuss der Drohne nur bestätigt
Aus der Ferne gesehen ist es erstaunlich, dass eine technisch und zahlenmäßig weit überlegene Streitmacht nicht innerhalb von ein paar Wochen und zudem mit massiver Unterstützung aus der Luft ein paar Tausend Kämpfer zurückschlagen oder besiegen kann. Es heißt, um den erstaunlichen Erfolg zu erklären, dass die Hisbollah sich mit modernen, aus dem Iran und Syrien stammenden Waffen, vor allem mit Panzer-Abwehr-Waffen, ausgerüstet haben, gut trainiert sind, über eine gute Infrastruktur aus Lagern, Verstecken, Tunnels oder Bunkern verfügen und taktisch geschickt vorgehen. Sie gelten einerseits als Guerilla-Truppe, andererseits als moderne Kampfeinheiten. Zudem verschanzen sie sich nicht in großen Städten, in denen Aufständische in der Masse der Zivilisten am besten gedeckt sind, sondern operieren in Dörfern, kleinen Städten und im unwegsamen Gelände.
Die Hisbollah war wohl auch die erste Gruppe, die Drohnen – vermutlich iranischer Herkunft - besaß und sie auch bereits zwei Mal über dem Luftraum Israels zur Überraschung des israelischen Militärs vorführte. Drohnen werden von israelischer Seite zur Überwachung des Kampfgebiets in großer Zahl eingesetzt und gewähren gewaltige Vorteile, weil sich Tag und Nacht Bewegungen auf dem Boden entdecken und verfolgen lassen. In der Nähe von Haifa wurde nun nach Angaben des israelischen Militärs eine mit 150 km/h fliegende Hisbollah-Drohne über dem Meer von Kampfflugzeugen abgeschossen. Ob die Drohne mit Waffen ausgestattet war, ist nicht bekannt.

Hisbollah würde im Unterschied zu den Palästinensern langfristig planen und flexibel mit flachen Kommandostrukturen agieren. Zudem sorgen lokale Unterstützer für verdecktes Handeln. Nach Goksel ist es die Strategie der Hisbollah, die israelische Truppen in einen Bodenkrieg zu verwickeln und diesen weiter ins Hinterland zu ziehen, um die Versorgungswege für diese länger und gefährlicher zu machen.

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Montag, 07. August 2006, 15:15 Uhr

Viele Tote bei israelischem Angriff

Beirut - 40 Menschen sind offenbar bei einem israelischen Luftangriff auf das südlibanesische Dorf Hula getötet worden. Das teilte der libanesische Ministerpräsident Fuad Siniora zur Eröffnung eines Außenministertreffens der Arabischen Liga in Beirut mit. Polizeiberichte hatten kurz zuvor von Dutzenden Toten und Verletzten gesprochen, nachdem israelische Kampfflugzeuge mehrere Häuser in Hula bombardiert hatten. Sollte sich die Opferzahl bestätigen, wäre dies der bisher folgenschwerste Angriff im aktuellen Nahost-Konflikt.

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Montag, 07. August 2006, 15:14 Uhr

Hanija-Mitarbeiter fallen nach Kontakt mit Brief in Ohnmacht

Mysteriöse Post für Ismail Hanija: In dem Brief an den palästinensischen Ministerpräsidenten befand sich ein verdächtiges Pulver. Mehrere Mitarbeiter Hanijas mussten ins Krankenhaus, nachdem sie mit dem Umschlag in Kontakt gekommen waren.
Das Schreiben sei von anonymer Stelle an das Büro in Ramallah geschickt worden. Der Brief habe einen Stempel aus Tel Aviv in Israel getragen, hieß es weiter.
Hanija selbst, der zur radikalislamischen Hamas gehört, war während des Vorfalls nicht anwesend.

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Montag, 07. August 2006, 09:50 Uhr

Israels Armee spricht von neuer Eskalationsstufe

Bomben auf Beirut, Tyrus und Baalbek - Israel hat auf die jüngsten Raketenangriffe der Hisbollah, die mehr als ein Dutzend Todesopfer forderten, mit massiven Luftschlägen reagiert. Einem Zeitungsbericht zufolge plant die Armee die Bombardierung von "Symbolen der libanesischen Regierung".

Die Hisbollah hatte gestern erneut mehr als hundert Raketen auf den Norden Israels und gezielt auch auf Haifa, die drittgrößte Stadt des Landes, abgefeuert. In Haifa kamen dabei am Abend 3 Menschen ums Leben, etwa 120 wurden verletzt. Wie das israelische Fernsehen berichtete, wurden zwei Häuser in einem Wohnviertel getroffen.

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Freitag, 04. August 2006, 10:06 Uhr

Welle von Luftangriffen trifft Beirut

Israels Armee hat zahlreiche Luftangriffe gegen Beirut geflogen. Kampfflugzeuge bombardierten mehrere Vororte. Gleichzeitig rückten Bodentruppen weiter auf libanesisches Gebiet vor. Israels Ministerpräsident Olmert plädiert inzwischen für den Einsatz deutscher Soldaten in einer internationalen Friedenstruppe.
Stunden vor der Bombardierung der südlichen Vororte Beiruts hatte die israelische Armee in Flugblättern Angriffe auf dieses Gebiet angekündigt und die Bevölkerung zum Verlassen der Stadtteile aufgefordert.
Israels Regierungschef Ehud Olmert sagte der "Süddeutschen Zeitung", sein Land werde eine bis zu zehn Kilometer breite Pufferzone im Südlibanon errichten. Die Kampfhandlungen würden erst eingestellt, wenn eine internationale Eingreiftruppe in den Südlibanon eingerückt sei. Der Premier ergänzte, er wünsche sich deutsche Soldaten :-| bei einem möglichen Uno-Einsatz im Südlibanon. "Ich wäre sehr glücklich, wenn Deutschland sich beteiligte". Es gebe zurzeit "keine Nation, die sich Israel gegenüber freundschaftlicher verhält als Deutschland".

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Donnerstag, 03. August 2006, 13:02 Uhr

Libanon beklagt 900 Todesopfer

Es ist die grauenvolle Statistik eines Krieges: Regierungschef Siniora zufolge hat die israelische Offensive bislang 900 Menschen im Libanon das Leben gekostet. Und die Kämpfe verschärfen sich: Kampfjets bombardierten 120 Ziele, am Boden liefern sich Tausende Soldaten Gefechte mit der Hisbollah.

Im Grenzgebiet zwischen dem Libanon und Israel kämpfen inzwischen knapp 10.000 israelische Soldaten gegen eine unbekannte Zahl von Kämpfern der Schiiten-Miliz. Israelischen Angaben zufolge sind die Truppen in einem guten Dutzend Ortschaften im Einsatz.

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Donnerstag, 03. August 2006, 12:54 Uhr

Kuala Lumpur - Die Organisation der Islamischen Konferenz hat eine sofortige Waffenruhe im Nahen Osten gefordert und die Entsendung von UN-Friedenstruppen in die Krisenregion. Der Zusammenschluss von 57 islamischen Staaten rief nach einem Krisentreffen in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur die Vereinten Nationen zu schnellem Handeln auf. In einer Erklärung verurteilte die OIC daneben abermals die «fortdauernde israelische Aggression gegen den Libanon».

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Mittwoch, 02. August 2006, 17:14 Uhr

Israel hackt sich in Hisbollah-Sender ein

Israel hat sich in die Abendnachrichten des Hisbollah-Senders al- Manar eingeschaltet und eigene Botschaften verbreitet. Darin warnt das Land die Mitglieder der radikal-islamischen Miliz davor, ihrem Anführer Nasrallah zu trauen - er verschweige die Wahrheit über die vielen Toten.
Während der Abendnachrichten war für mehrere Minuten das Bild eines toten Hisbollah-Kämpfers eingeblendet. "Dies ist das Foto der Leiche eines Mitglieds der Hisbollah-Spezialtruppe. Danach hieß es: "Seht, dass Nasrallah lügt: Wir verstecken unsere Verluste nicht", stand in arabischer Schrift darunter.

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Mittwoch, 02. August 2006, 09:19 Uhr

Es ist eine der heikelsten Fragen im politischen Berlin: Sollen sich deutsche Soldaten an einer Friedensmission im Libanon beteiligen? In der SPD wird eine Stationierung unter bestimmten Bedingungen für möglich gehalten :-| - nicht aber an der Grenze zu Israel.

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Mittwoch, 02. August 2006, 09:17 Uhr

Israelische Luftlandetruppen im Norden des Libanon

Israels Armee hat in der Nacht eine neue Offensive gestartet. Spezialeinheiten landeten mit Hubschraubern in der Hisbollah-Hochburg Baalbek im Nordosten des Libanon und nahmen mehrere Extremisten gefangen. Trotz der Kämpfe hält US-Außenministerin Rice einen raschen Waffenstillstand für möglich.
Die Landung der Kommandotrupps war der tiefste israelische Vorstoß in den Libanon seit zwölf Jahren. Baalbek liegt rund 120 Kilometer nördlich der Grenze.

Baalbek ist eine Provinzhauptstadt mit rund 80.000 Einwohnern. Die Stadt geht auf die römische Siedlung Heliopolis zurück, die 15 vor Christus gegründet wurde. Sie ist berühmt für die großen Tempelanlagen, zu denen der größte Einzeltempel des Römischen Reichs gehörte.

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Dienstag, 01. August 2006, 17:36 Uhr

Israel weitet Offensive aus

Israel hat seine Bodenoffensive zur Zerschlagung der Hisbollah-Miliz im Südlibanon erneut ausgeweitet. Israelische Soldaten und pro-iranische Hisbollah-Kämpfer lieferten sich heftige Gefechte. Es gab Tote und Verwundete auf beiden Seiten. Wegen der Kämpfe kamen Hilfskonvois zu den eingeschlossenen Zivilisten nicht durch. Hilfsorganisationen nannten die Lage kritisch. Angesichts der seit drei Wochen andauernden kriegerischen Auseinandersetzungen dringt die Europäische Union auf eine sofortige Waffenruhe.

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Dienstag, 01. August 2006, 09:14 Uhr

Israel will Bodenoffensive ausweiten

Es sind beunruhigende Signale des Krieges: Israels Sicherheitskabinett hat beschlossen, seine Bodenoffensive im Südlibanon auszuweiten. Einem Zeitungsbericht zufolge will das Land die Zahl seiner Soldaten verdoppeln. "Wir müssen bereit sein für Schmerz, Tränen und Blut", sagte Israels Ministerpräsident Olmert.
Damit soll die Hisbollah-Miliz hinter den Fluss Litani zurückgedrängt und ihre Stellungen an und in der Nähe der israelischen Grenze zerstört werden, bevor eine Waffenruhe ausgerufen werden kann, berichteten israelische Rundfunksender.

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Montag, 31. Juli 2006, 13:49 Uhr

Waffenpause im Nahen Osten beendet

Tel Aviv - Israel hat trotz eines selbst verkündeten Angriffsstopps seine Luftoperationen im Südlibanon fortgesetzt. Israelische Kampfflugzeuge beschossen Ziele in der Umgebung von Taibe, wo sich israelische Bodentruppen heftige Gefechte mit Hisbollah-Kämpfern lieferten, bestätigten UN-Quellen in Beirut. Die radikal-islamische Hisbollah-Miliz hat nach israelischen Medienberichten ihre Angriffe auf den Norden Israels fortgesetzt.

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Montag, 31. Juli 2006, 08:58 Uhr

Seit den frühen Morgenstunden gilt die Feuerpause: 48 Stunden lange will Israel seine Luftangriffe auf den Südlibanon einstellen. Noch kurz zuvor bombardierten Kampfjets Ziele im östlichen Libanon nahe der syrischen Grenze. US-Außenministerin Rice hält einen dauerhaften Waffenstillstand noch in dieser Woche für möglich.

Während der Feuerpause werde zum Hergang des israelischen Bombardements in Kana ermittelt, sagte US-Außenamtssprecher Adam Ereli. Bei dem Angriff auf das südlibanesische Dorf kamen gestern mindestens 56 Zivilisten ums Leben, darunter 37 Kinder.
Der Tod von mindestens 54 Menschen bei dem israelischen Luftangriff in Kana hatte gestern weltweit Entsetzen ausgelöst.

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Freitag, 28. Juli 2006, 16:00 Uhr

Dienstagabend starben nach israelischem Beschuss vier Blauhelme im Südlibanon. Nun will die Uno ihre Beobachter aus dem unmittelbaren Krisengebiet abziehen. Israel rief die Bevölkerung ultimativ zur Flucht nach Norden auf.

Vom geplanten Abzug von der israelisch-libanesischen Grenze berichten die dänischen Streitkräfte. Die Unifil-Beobachter würden vorübergehend im Hauptquartier in Nakura an der libanesischen Küste zusammengezogen. Dies sei eine Reaktion aus dem fortgesetzten Beschuss in den vergangenen Tagen, hieß es in der kurzen Mitteilung weiter.

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Freitag, 28. Juli 2006, 15:22 Uhr

Jung fordert erneut Waffenstillstand im Nahen Osten

Bogen (dpa) - Verteidigungsminister Franz Josef Jung drängt weiter auf eine schnelle Waffenruhe im Nahen Osten. Das sei die Grundlage für eine dauerhafte Stabilisierung der Region, sagte Jung im niederbayerischen Bogen. Erst nach einem Waffenstillstand könne über eine internationale Sicherungstruppe für den Libanon gesprochen werden. Ob sich auch die Bundeswehr an einem solchen Einsatz beteiligen könnte :-|, darüber wollte der Minister nicht spekulieren.

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Freitag, 28. Juli 2006, 11:00 Uhr

Tel Aviv - Die israelischen Streitkräfte sind nach Drohungen der radikal-islamischen Hisbollah-Miliz mit einer Ausweitung von Raketenangriffen in erhöhter Alarmbereitschaft. Das israelische Armeeradio berichtete, es seien Raketenabwehrsysteme in zentrale Gebiete Israels verlegt worden. Der seit Beginn der Kämpfe untergetauchte Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah hatte mit Angriffen auf israelische Ziele südlich von Haifa gedroht. Haifa wird seit der Eskalation des Konflikts täglich mit Raketen angegriffen.

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Freitag, 28. Juli 2006, 09:10 Uhr

Die israelische Armee hat in der Nacht ihre Luftangriffe auf den Südlibanon verstärkt. Binnen einer halben Stunde wurden mehr als 50 Angriffe in der Bekaa-Ebene geflogen. Zu den Zielen gehörte auch eine Kommandozentrale der radikalen-schiitischen Miliz.

Die israelische Regierung hat gestern beschlossen, vorerst auf eine große Bodenoffensive im Libanon zu verzichten und stattdessen weiter mit Luftangriffen und begrenzten Bodeneinsätzen gegen die Hisbollah vorzugehen.

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Donnerstag, 27. Juli 2006, 13:10 Uhr

Al-Qaida-Vize Sawahiri droht Israel

Die Nummer zwei des Terrornetzwerks al-Qaida hat sich per Videobotschaft zur Krise im Nahen Osten zu Wort gemeldet. Aiman al-Sawahiri warnte Israel vor Konsequenzen, sollte es die Offensive gegen die Hisbollah fortsetzen.

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Donnerstag, 27. Juli 2006, 12:22 Uhr

Neue israelische Luftangriffe auf Libanon

Beirut - Bei neuen israelischen Luftangriffen auf Ziele im Südlibanon und in der östlichen Bekaa-Ebene sind mindestens drei Menschen getötet worden. Ein libanesischer Polizist und zwei Zivilisten starben, als eine israelische Bombe mehrere Fahrzeuge traf. Das teilte die Polizei in Beirut mit. Die radikal-islamische Hisbollah-Miliz feuerte indessen 15 Katjuscha-Raketen auf Nordisrael ab. Menschen wurden nicht verletzt, eines der Geschosse verursachte allerdings einen Waldbrand.

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Donnerstag, 27. Juli 2006, 09:24 Uhr

LL

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