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Dienstag, 08. August 2006, 09:36 Uhr

Asymmetrische Kriege

Für die israelische Armee ist die Hisbollah überraschend gut ausgerüstet und trainiert, was der Abschuss der Drohne nur bestätigt
Aus der Ferne gesehen ist es erstaunlich, dass eine technisch und zahlenmäßig weit überlegene Streitmacht nicht innerhalb von ein paar Wochen und zudem mit massiver Unterstützung aus der Luft ein paar Tausend Kämpfer zurückschlagen oder besiegen kann. Es heißt, um den erstaunlichen Erfolg zu erklären, dass die Hisbollah sich mit modernen, aus dem Iran und Syrien stammenden Waffen, vor allem mit Panzer-Abwehr-Waffen, ausgerüstet haben, gut trainiert sind, über eine gute Infrastruktur aus Lagern, Verstecken, Tunnels oder Bunkern verfügen und taktisch geschickt vorgehen. Sie gelten einerseits als Guerilla-Truppe, andererseits als moderne Kampfeinheiten. Zudem verschanzen sie sich nicht in großen Städten, in denen Aufständische in der Masse der Zivilisten am besten gedeckt sind, sondern operieren in Dörfern, kleinen Städten und im unwegsamen Gelände.
Die Hisbollah war wohl auch die erste Gruppe, die Drohnen – vermutlich iranischer Herkunft - besaß und sie auch bereits zwei Mal über dem Luftraum Israels zur Überraschung des israelischen Militärs vorführte. Drohnen werden von israelischer Seite zur Überwachung des Kampfgebiets in großer Zahl eingesetzt und gewähren gewaltige Vorteile, weil sich Tag und Nacht Bewegungen auf dem Boden entdecken und verfolgen lassen. In der Nähe von Haifa wurde nun nach Angaben des israelischen Militärs eine mit 150 km/h fliegende Hisbollah-Drohne über dem Meer von Kampfflugzeugen abgeschossen. Ob die Drohne mit Waffen ausgestattet war, ist nicht bekannt.

Hisbollah würde im Unterschied zu den Palästinensern langfristig planen und flexibel mit flachen Kommandostrukturen agieren. Zudem sorgen lokale Unterstützer für verdecktes Handeln. Nach Goksel ist es die Strategie der Hisbollah, die israelische Truppen in einen Bodenkrieg zu verwickeln und diesen weiter ins Hinterland zu ziehen, um die Versorgungswege für diese länger und gefährlicher zu machen.

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